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Die Karten hier werden per Zufall gezogen und sagen nichts voraus. Sie sind ein Spiel mit deiner Frage – und ein Spiegel für das, was du beim Lesen der Deutung fühlst. Keine Entscheidung über Geld, Gesundheit oder Recht nach einer Karte. Wie die Werkzeuge funktionieren
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Tarotdeck hat 78 Karten: 22 Große Arkana (die Bildkarten vom Narren bis zur Welt) und 56 Kleine Arkana in vier Farben. Hier legst du die Großen Arkana – die Karten für die großen Themen.
- Die Bilder stammen aus dem Rider-Waite-Tarot (1909, gezeichnet von Pamela Colman Smith), dem meistverbreiteten Deck der Welt; es ist in Deutschland gemeinfrei.
- Jede Karte hat eine Grunddeutung, eine Liebesdeutung und eine Ja/Nein-Tendenz: 15 Ja, 3 Nein (Tod, Teufel, Turm), 4 Vielleicht.
- Liebestarot, „Was fühlt er?“, „Wann meldet er sich?“ – alle Liebesfragen beantwortest du mit derselben Legung: Zieh die Karte und lies die Liebesdeutung.
Große und Kleine Arkana
Das Tarot entstand im 15. Jahrhundert in Norditalien als Kartenspiel; die 22 Trumpfkarten – heute Große Arkana – zeigten Allegorien: Der Narr, Der Magier, Die Liebenden, Der Tod, Die Sonne. Erst im 18. Jahrhundert wurde daraus ein Wahrsagedeck. Die Großen Arkana stehen für die großen Bewegungen im Leben (Aufbruch, Liebe, Krise, Erfüllung), die 56 Kleinen Arkana für den Alltag. Für eine Tageskarte oder eine Ja-Nein-Frage reichen die 22 Großen; sie sind eindeutiger und für Einsteiger leichter. Wer alle 78 will, findet sie auf unserer Schwesterseite – hier bleibt der Fokus auf dem Kern.
Drei Legearten
- Tageskarte. Eine der 22 Karten für heute, bleibt bis Mitternacht. Grunddeutung und Liebesdeutung.
- Ja oder Nein. Frage eintippen. Sonne, Stern, Welt, Liebende, Rad sagen Ja; Tod, Teufel, Turm sagen Nein; Hohepriesterin, Eremit, Gehängter, Mond bleiben offen.
- Drei Karten. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – die Legung, mit der jeder anfängt.
Liebestarot: Was fühlt er, was denkt er, wann meldet er sich?
Die meisten Tarotfragen sind Liebesfragen, und sie lassen sich alle mit den Großen Arkana beantworten – als Spiel, nicht als Auskunft. Die Liebesdeutung jeder Karte unten ist dafür geschrieben: „Was fühlt er für mich?“ – zieh eine Karte, lies die Liebesdeutung. Die Liebenden, Die Sonne, Der Stern stehen für erwiderte Gefühle; Der Eremit, Die Hohepriesterin für Zurückhaltung; Der Teufel für Abhängigkeit, Der Turm für einen Bruch. „Wann meldet er sich?“ – Der Wagen und Das Rad bringen Bewegung, Der Gehängte und Der Eremit Warten, Der Tod „nicht von selbst“. „Was denkt er über mich?“ – leg drei Karten und lies sie als Gedanken, Gefühl, Handeln.
Keine Karte weiß, was ein anderer Mensch fühlt. Was sie kann: dir zeigen, welche Antwort du dir wünschst – daran, wie du auf die Karte reagierst. Wenn du dieselbe Frage dreimal legst, kennst du die Antwort schon.
Die 22 Großen Arkana mit Bedeutung

Der Narr
Aufbruch, Unbefangenheit, ein Sprung ins Offene. Liebe: Eine unbeschwerte neue Begegnung oder der Mut, sich auf jemanden einzulassen.

Der Magier
Können, Wille, Anfang mit allen Mitteln in der Hand. Liebe: Du kannst die Beziehung aktiv formen. Mach den ersten Schritt.

Die Hohepriesterin
Intuition, Geheimnis, abwartendes Wissen. Liebe: Gefühle, die noch verborgen sind. Hör auf deine Ahnung, dränge nicht.

Die Herrscherin
Fülle, Fruchtbarkeit, Wachstum, Sinnlichkeit. Liebe: Eine warme, sinnliche Liebe, die wächst. Fürsorge, vielleicht Familie.

Der Herrscher
Ordnung, Struktur, Verantwortung. Liebe: Verlässlichkeit und Sicherheit – jemand will Struktur in die Verbindung bringen.

Der Hierophant
Tradition, Rat, Werte, Institution. Liebe: Eine Beziehung mit festen Werten – Hochzeit, Versprechen, Familie.

Die Liebenden
Liebe, Verbindung, Entscheidung aus dem Herzen. Liebe: Die Liebeskarte: Anziehung und die Entscheidung füreinander.

Der Wagen
Willenskraft, Vorwärtsdrang, Erfolg durch Zielstrebigkeit. Liebe: Jemand geht entschlossen auf dich zu – oder du auf ihn.

Die Kraft
Sanfte Stärke, Geduld, Mut. Liebe: Geduld und Ruhe schaffen Nähe. Wer dem anderen Raum lässt, gewinnt.

Der Eremit
Rückzug, Suche, innere Antwort. Liebe: Abstand und Zeit für sich. Keine Absage – eine Pause.

Das Rad des Schicksals
Wende, Glück, Bewegung, Kreislauf. Liebe: Eine Wendung in der Liebe – unerwartet, meist zum Guten.

Die Gerechtigkeit
Ausgleich, Fairness, Klarheit. Liebe: Ehrlichkeit auf den Tisch. Eine Beziehung braucht Gleichgewicht.

Der Gehängte
Warten, Loslassen, neue Sicht. Liebe: Stillstand, der nicht zu erzwingen ist. Loslassen bringt die neue Sicht.

Der Tod
Ende und Wandel, Abschied, Neubeginn. Liebe: Ein Kapitel endet – eine Trennung oder das Ende alter Muster.

Die Mäßigkeit
Maß, Ausgleich, Heilung, Geduld. Liebe: Zwei Welten finden Balance. Geduld und Ausgleich tragen.

Der Teufel
Abhängigkeit, Verlockung, Fesseln. Liebe: Leidenschaft mit Haken: Abhängigkeit, Eifersucht, Spiele.

Der Turm
Zusammenbruch, plötzliche Wahrheit, Befreiung. Liebe: Ein Knall, der etwas offenlegt. Schmerzhaft, aber ehrlich.

Der Stern
Hoffnung, Heilung, Vertrauen. Liebe: Nach Verletzung kommt Vertrauen zurück. Eine hoffnungsvolle Verbindung.

Der Mond
Täuschung, Angst, Unklarheit. Liebe: Ungewissheit und Projektion. Warte auf Tageslicht, bevor du urteilst.

Die Sonne
Klarheit, Freude, Erfolg. Liebe: Offene Freude aneinander. Eine Liebe, die Energie gibt.

Das Gericht
Erwachen, Ruf, zweite Chance. Liebe: Alte Verbindungen melden sich, Versöhnung ist möglich.

Die Welt
Vollendung, Ankommen, Erfüllung. Liebe: Erfüllung in der Liebe – zwei, die ankommen.
Warum Rider-Waite
1909 entwarf der Okkultist Arthur Edward Waite ein neues Deck; die Künstlerin Pamela Colman Smith zeichnete alle 78 Karten – erstmals mit Szenen auch auf den Zahlenkarten. Verlegt wurde es bei William Rider & Son in London. Die Zeichnungen sind gemeinfrei, deshalb siehst du hier die Originale. Andere bekannte Decks: das Marseille-Tarot (ältere Holzschnitt-Tradition), das Crowley-Thoth-Tarot (1944, abstrakter) – alle haben dieselben 22 Großen Arkana, manchmal mit anderen Namen (Die Kraft heißt bei Crowley „Lust“, Das Gericht „Äon“).
Häufige Fragen
Wie viele Tarotkarten gibt es?
78: 22 Große Arkana und 56 Kleine Arkana (Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen mit je 14 Karten). Hier legst du die 22 Großen.
Was bedeutet der Turm beim Kartenlegen?
Einen plötzlichen Zusammenbruch – eine Illusion zerbricht, eine Wahrheit kommt ans Licht. Schmerzhaft, aber befreiend: Was danach steht, steht auf Wahrheit.
Was bedeutet der Mond im Tarot?
Täuschung, Angst, Unklarheit, Intuition. Im Mondlicht sieht vieles größer aus, als es ist – die Karte rät, erst bei Tageslicht zu urteilen. Als Ja/Nein-Karte: Vielleicht.
Kann ich mit Tarot sehen, was er fühlt?
Nein. Die Karte wird per Zufall gezogen. Die Liebesdeutung gibt deiner Frage ein Bild; was er fühlt, erfährst du nur von ihm.
Quellen
- Wikipedia: Tarot – Geschichte und Deutung der Karten – https://de.wikipedia.org/wiki/Tarot (abgerufen 10.10.2026)
- Wikipedia: Rider-Waite-Tarot (1909, Pamela Colman Smith) – https://de.wikipedia.org/wiki/Rider-Waite-Tarot (abgerufen 10.10.2026)
- Wikipedia: Barnum-Effekt – warum allgemeine Aussagen persönlich wirken – https://de.wikipedia.org/wiki/Barnum-Effekt (abgerufen 10.10.2026)
- Wikipedia: Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) – https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler (abgerufen 10.10.2026)
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